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Weibliche B: DO-CUP 2011 |
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WB belegt den 4. Platz beim DO-CUP 2011 |
Apr. '11 25 13:25 Uhr | Auch in diesem Jahr stand für die Mädels wieder das Highlight zum Saisonabschluss auf dem Programm. Hatten einige in den vergangenen zwei Jahren doch schon erste Erfahrungen als C-Jugend gesammelt und die Angst vor starken Gegnern und vollen Zuschauerrängen verloren, so konnte man in diesem Jahr erstmals das Turnier genießen und mit einer erfolgsorientierten Zielausrichtung angehen. Diese hieß das A-Turnier zu erreichen, da die Hälfte unserer Spielerinnen Jungjahrgang B-Jugend ist, die andere Hälfte sogar noch C-Jugend. Mit dieser Mischung, die jedoch auf Grund regelmäßigen gemeinsamen Trainings sehr gut harmoniert, machten wir uns ans Werk. Zum Glück musste man am Samstag erst gegen Mittag antreten, so dass die Eröffnungsfeier vom Vorabend verkraftet war. Gegen den Lüner SV starteten wir ins Turnier und kamen gleich einmal gut in Fahrt – 9:3 hieß es am Ende und wir hatten die Partie jeder Zeit im Griff. Anders im folgenden Spiel gegen Brabant – eine Auswahlmannschaft aus den Niederlanden. Begonnen hatten wir gut, gingen auch 4:1 in Führung, doch dann ließen Konzentration und Rückzugsverhalten deutlich nach. Unnötigerweise gaben wir den Vorsprung her und verloren mit 4:7.
Die beiden letzten Gruppenspiele liefen dann wieder deutlich zu unseren Gunsten, so dass wir unser Ziel erreichen konnten und ins A-Turnier einzogen.
Nun wollten wir mal sehen, was möglich ist… Samstagabend zogen wir aus Dorstfeld weiter nach Lüdo, wo man uns mit den Worten empfang: Ihr müsst gleich gegen VOC Amsterdam 1 spielen, da habt ihr keine Chance. VOC1 hatte bis dahin seine Spiele deutlich gewonnen und dabei ein feines Tempohandballspiel an den Tag gelegt. Im Vorfeld ging es erst einmal darum, den Mädels die von außen eingeredete Angst vorm Gegner wieder zu nehmen und darauf zu verweisen, dass auch wir die Vorrunde, bis auf den kleinen selbst verschuldeten Aussetzer gegen Brabant, sehr souverän bestritten haben. Dies scheint sehr gut gelungen zu sein, denn zum Abschluss des ersten Tages sahen die Zuschauer in Lüdo ein tolles Spiel der eigenen B-Mädchen. Während Amsterdam gleich zu Beginn mehrfach am Tor vorbei warf, konnten wir mit den ersten beiden Torabschlüssen 2:0 in Führung gehen. Unsere Treffsicherheit verhinderte, dass Amsterdam sein schnelles Spiel nach vorne aufziehen konnte. Trafen wir doch einmal nicht, so waren aber alle Spielerinnen schnell wieder hinten oder unterbanden den Gegenstoß schon in der gegnerischen Hälfte. Unsere 3:2:1-Deckung stellt zudem VOC auch im Positonsangriff vor Probleme, da sie nicht ins Laufen kamen, was die Vorraussetzung für ihr schnelles Spiel ist. 10 Minuten schafften wir es das eigene Tor sauber zu halten, unterstützt von ganz viel Glück, da man sich selbst manchmal wunderte, dass die Amsterdamer Würfe aus guten Positionen nicht im Tor landeten (5:0). Nach 15 eindrucksvollen Minuten, ließ unsere Kraft nach. Die klare Führung (7:2) begann zu schmelzen. Aber sie hielt bis zum Ende nach 20 Minuten (8:6). Das war nun das i-Tüpfelchen auf einem Tag, bei dem die eigene Mannschaft richtig guten Handball gespielt hatte. Doch das Turnier war ja noch nicht vorbei…
Am Sonntagmorgen mussten wir dann wesentlich früher wach sein. Um acht Uhr ging es los und einigen merkte man an, dass das Wochenende anstrengend ist. Trotzdem legten wir bei unseren inoffiziellen Holland-Meisterschaften gut nach. Nach dem Sieg gegen Amsterdam schlugen wir in der Zwischenrunde auch Dongen und Eindhoven am Ende ungefährdet, so dass wir – wer hätte das zuvor gedacht – als Gruppenerster der Zwischenrunde ins Halbfinale einzogen. Dort wartete im zweiten Halbfinale wiederum das Team von Brabant – gegen die wir ja noch eine Rechnung vom Vortag offen hatten. Das erste Halbfinale dauerte ewig. Mit Verlängerung und mehrfach verlängertem Siebenmeterwerfen musste der erste Finalteilnehmer zwischen VOC1 und Novi Sad ermittelt werden. Am Ende setzte sich VOC1 durch, was für uns großer Anreiz war ebenfalls das Finale zu erreichen, da man nicht gegen die körperlich deutlich überlegenen Spielerinnen von Novi Sad antreten wollte. Unterstützt von einer Menge Oespeler Fans haben wir auch lange Zeit mithalten können. Brach man im Vorrundenspiel schon nach etwa 5 Minuten ein, so konnte jetzt die Konzentration wesentlich länger aufrecht gehalten werden. 18 Minuten lang stand es unentschieden, dann ließen wir dem Gegner wieder zu viele einfache Tore zu und fielen deutlich zurück. Schade, aber kein Beinbruch.
Nun also Spiel um Platz drei gegen Novi Sad. Im Vorfeld wiesen wir darauf hin, dass unsere starke 3:2:1-Deckung es war, die uns überhaupt hierher gebracht hat. Keine der generell schnellen holländischen Mannschaften schaffte es gegen unsere Deckung ihr Spiel richtig aufzuziehen. Gegen Novi Sad wollten wir nun noch offener agieren, da sonst die Gefahr drohte, von den kräftigen und wurfgewaltigen Spielerinnen überrannt und abgeballert zu werden. Daher war die Marschroute klar. Manndeckung auf allen Positionen, leider gingen unsere Spielerinnen anfangs zu zögerlich auf den Gegner zu, so dass diese doch ins Rollen kam und nur schwer aufzuhalten waren. Doch nach kurzer Zeit trat man entschiedener entgegen und dies zeigte Wirkung. Novi Sad musste sich jedes Tor hart erarbeiten. Im Gegenzug galt es die kompakte Abwehr zu knacken. Durch Einläufer gelang das immer wieder recht gut, so dass Lisa ihre 1:1-Stärke ausspielen konnte oder Dina, wie im gesamten Turnier parallel durchstarten konnte und einige ihrer unzähligen Tore an diesem Wochenende machen konnte. Am Ende stand trotzdem eine knappe Niederlage (10:11), über die aber keiner wirklich traurig war. Wir haben ein tolles Turnier gespielt, hätten einige Samstag ein bisschen kürzer gefeiert, wäre vielleicht sogar noch mehr drin gewesen, Reserven hatten wir noch. Aber auch so kann man auf die gezeigte Leistung stolz sein, weil alle Dinge die bisher eingeübt wurden, sehr gut umgesetzt wurden. Außerdem haben diese Mädels noch 1-3 Jahre Zeit um in der B-Jugend bei so einem Turnier mal ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Immerhin bleibt, dass man als einziges Team den späteren Turniersieger VOC Amsterdam 1 geschlagen hat und Dina als beste Torschützin des Turniers dann doch noch einen Pokal entgegennehmen durfte. Auch diese Auszeichnung gilt schließlich der ganzen Mannschaft, die die Vorarbeit dafür geleistet hat.
Es spielten:
Ilie Shirin, Sarah Urban (Tor), Jana Uhlendahl, Carlotta Martin, Lisa Kiefer, Lisa Conrad, Karoline Osterod, Jenny Kolandryk, Dina Josten, Lea Steinker, Nathalie Lührs, Carolin Bednara
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Aktuelle Ergebnisse: |
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